Formel 1 | Prognose & WM Quoten Auftakt Saison 2014

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Es geht wieder los: die Motoren dürfen aufheulen, die Boliden können ihr volles Leistungspotential zeigen und die Zeit der Tests ist für Fahrer und Rennställe vorbei. Denn ab Freitag, 14. März 2014 wird in Australien zur neuen Saison der Königsklasse des Motorsports gerufen. Melbourne ist bereits traditionell Austragungsort des ersten Rennens des neuen Jahres. Dort muss erstmals gezeigt werden, welche Qualität die Arbeit, die im Winter geleistet wurde, hatte. Im Jahr 2014 kommt dieser ersten echten Standortbestimmung zudem eine besondere Bedeutung zu, denn so gut wie alles ist neu in der Formel 1.

Forme 1 neu: größte Reform der Geschichte

Seit dem letzten Rennen im November 2013 ist in der Formel 1 so gut wie nichts beim Alten geblieben. Die Verantwortlichen haben sich hinsichtlich der Autos und auch des Reglements viele Neuerungen einfallen lassen, die in Summe die größte Reform in der Geschichte der Formel 1 ergeben. Angefangen von neuen Motoren (jetzt 6-Zylinder-Turbo-Motoren), über die Aerodynamik (Nase ist tiefer gelegt, Front- und Heckflügel verkleinert), bis hin zum Auspuffrohr und dem Energierückgewinnungssystem (jetzt auch durch Auspuffabgase nicht wie bisher nur durch die Bremsen) wurden alle technischen Details neu definiert. Die Folge ist, dass komplett neuen Boliden gebaut werden mussten. Wie diese sich nun über eine ganze Renndistanz schlagen werden, wird erstmals in Melbourne zu sehen sein.

Formel 1 2014 – Wettquoten zum WM-Fahrertitel
Fahrer Team Wettanbieter Quote Weltmeister
Lewis Hamilton (GB) Mercedes tipico-logo-neu-55x22 3,00
Sebastian Vettel (GER) Red Bull bet365_logo_mini 5,00
Nico Rosberg (GER) Mercedes bet-at-home_logo_mini 5,50
Fernando Alonso (ESP) Ferrari mybet_logo_mini 6,50
Jenson Button (GB) McLaren Interwetten_55x22 12,0
Kimi Räikönnen (FIN) Ferrari ladbrokes_logo_mini 15,0
Kevin Magnussen (DAN) McLaren betvictor_logo_mini 21,0
Felipe Massa (BRA) Williams bwin_logo_mini 17,0
Nico Hülkenberg (GER) Force India bet365_logo_mini 101

Dass diese Entwicklungen nicht einfach zu realisieren waren und bei den Rennställen für Köpfe- und Motorrauchen gesorgt haben, hat sich bereits bei den Testfahrten in Jerez und Bahrain gezeigt. Während die mit einem Mercedes-Motor ausgestatteten Rennställe (Mercedes, Force India, McLaren) viele Testkilometer sammeln konnten, steht der viermalige Weltmeister und Titelverteidiger Sebastian Vettel vor dem Saisonbeginn vor einer schwierigen Situation: nicht nur, dass aufgrund von diversen Defekten und Komplikationen der mit dem Renault-Motor ausgestattete Red Bull, heuer Suzie genannt, mehr gestanden ist bzw. geschoben wurde, als gefahren ist, kann auch nur auf gut halb so viele Testdaten, wie bei der Konkurrenz zurückgegriffen werden.

Das Ziel von Vettel für den ersten Grand Prix lautet somit: „ Zunächst einmal wollen wir ins Ziel kommen. Das wäre bereits ein Erfolg“. Denn der Bolide des Serien-Weltmeisters, der auch im Herbst 2013 9 Rennen in Folge gewinnen konnte, wird für Melbourne noch einmal komplett umgebaut. Dennoch wird beim österreichischen Rennstall Red Bull für das gesamte Jahr 2014 hohes Entwicklungspotential geortet, das Vettel auch bei den Wettanbietern weiterhin in die Rolle des Favoriten auf den Weltmeistertitel 2014 bringt.

Die schärfste Konkurrenz wird in Person von Lewis Hamilton erwartet. Der 29-jährige Brite konnte mit seinem Mercedes schnelle und konstante Testzeiten auf den Asphalt zaubern und sich damit auch bei den Experten innerhalb der Formel 1 zu einem der größten Anwärter auf den Titel machen. Für Hamilton wäre dieser Erfolg der zweite WM-Titel nach 2008. Ebenfalls schnell bei den Tests waren der Teamkollege von Hamilton, Nico Rosberg, sowie die roten Boliden von Ferrari: Fernando Alonso, bereits in den letzten Jahren der große Herausforderer von Vettel, hat dabei einen neuen Partner innerhalb des Rennstalls bekommen. Statt Felipe Massa ist nun der coole Finne, Kimi Räikkönen, zu Ferrari zurück gekehrt. Hier darf abseits des Wettkampfes um die WM eine brisante Situation erwartet werden, wenn das spanische Temperament auf den kompromisslosen finnischen Fahrstil trifft.

Alle Formel 1 Weltmeister und Vizeweltmeister seit 2003
Jahr Weltmeister Vizeweltmeister
2003 Michael Schumacher (Ferrari) Kimi Räikkönen (McLaren)
2004 Michael Schumacher (Ferrari) Rubens Barichello (Ferrari)
2005 Fernando Alonso (Renault) Kimi Räikkönen (Ferrari)
2006 Fernando Alonso (Renault) Michael Schumacher (Ferrari)
2007 Kimi Räikkönen (Ferrari) Lewis Hamilton (McLaren)
2008 Lewis Hamilton (McLaren) Felipe Massa (Ferrari)
2009 Jenson Button (Mercedes) Sebastian Vettel (Red Bull)
2010 Sebastian Vettel (Red Bull) Fernando Alonso (Ferrari)
2011 Sebastian Vettel (Red Bull) Jenson Button (McLaren)
2012 Sebastian Vettel (Red Bull) Fernando Alonso (Ferrari)
2013 Sebastian Vettel (Red Bull) Fernando Alonso (Ferrari)

 

19 Rennen, aber die dicken Punkte kommen zum Schluss

Beobachtungsmöglichkeiten für diese Entwicklungen im Lauf der Saison gibt es 19 Stück. Denn der Rennkalender für das Jahr 2014 umfasst ebenso viele Rennwochenenden. Aus dem ursprünglichen Rekordplan von 22 Rennen wurden drei wieder heraus genommen und so kommt es, dass nach dem Start in Melbourne klassischerweise die erste Asien-Tournee auf dem Programm steht. Mit Ende April übersiedelt der Formel 1-Tross schließlich nach Europa, wo mit Ausnahme des Abstechers nach Kanada, alle europäischen Klassiker (Monaco, Silverstone, Spa, Hungaroring, Nürburgring) abgefahren werden.

Neu auf der Tagesordnung ist dabei der Grand Prix von Österreich, der die Königsklasse erstmals seit 2003 wieder in die Alpenrepublik führt, sowie die Premier der Formel 1 in Russland. Im Herbst wird die neu erbaute Strecke in Sotschi eingeweiht. Die Tatsache, dass die Saison wieder in Abu Dhabi beschlossen wird, ist keine Neuerung. Allerdings werden beim Saisonfinale erstmals die doppelten Punkte für die Rennfahrer vergeben. Durch diese Maßnahme wird ein offener und spannender WM-Kampf bis zum letzten Meter erhofft.

Erstmals spielen Punkte auch auf einer anderen Ebene eine große Rolle: Denn ab sofort gilt auch in der Formel 1 der Punkteführerschein. Für Vergehen auf der Strecke und in der Boxengasse werden die Fahrer mit Punkten bestraft. Nach 12 gesammelten Strafpunkten muss schließlich ein Rennen als Sperre abgesessen werden.

Auch diese Komponente könnte sich spannend auf den Ausgang der Weltmeisterschaft auswirken und lässt, ebenso wie der Umgang der Rennställe mit den technischen Herausforderungen und dem Reglement, auch mit einem Blick auf die Wettquoten auf eine interessante Formel 1-Saison blicken.

 

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