Bet-at-home

[kkstarratings]

(Ausführliche User-Bewertungen erscheinen am Ende dieses Beitrags)

Herkunftsland: Österreich

Gründungsjahr: 1999

Online seit: 2000

Mitarbeiter: ca. 230

Lizenz: Malta

Deutsche Lizenz: ja (Schleswig-Holstein)

Wettkunden: ca. 3,2 Millionen

betathome_screenshot

zum Wettanbieter Bet-at-Home

 
 

Kurzprofil

Wie dies der Name des Wettanbieters bereits vermuten lässt, wird von Bet-at-Home voll und ganz auf das Wetten im Internet gesetzt: Angespornt von den Erfolgsgeschichten der nationalen Mitbewerber Interwetten und Bwin, wurde von Bet-at-Home wenige Wochen nach der Jahrtausendwende die erste Website online gestellt. Obwohl sich in der Folge auch das angeschlossene Casino als äußerst lukrativer Umsatzbringer erwies, dienen dem Unternehmen nach wie vor die Sportwetten als zentrales Aushängeschild: Dabei lässt das Angebot von durchschnittlich 15.000 Wetten am Tag erkennen, dass man bei Bet-at-Home vor allem auf quantitative Vielfalt zielt.

In den vergangenen Jahren halfen Bet-at-Home insbesondere zahlreiche Sponsoring-Maßnahmen, die Bekanntheit des Unternehmens stetig zu vergrößern: Abgesehen vom deutschsprachigen Raum konnten so auch in einigen osteuropäischen Ländern nennenswerte Marktanteile erobert werden. Dabei lässt bereits die in mehr als 20 verschiedenen Sprachen verfügbare Website erkennen, dass der Online-Buchmacher weiterhin auf konsequentes Wachstum ausgerichtet ist – und angesichts des anhaltenden Wett-Booms scheint der Anbieter sein Potential tatsächlich noch nicht ausgereizt zu haben. Der bisherige Erfolg ist jedoch nicht zuletzt auch auf etliche weiche Faktoren zurückzuführen: Von jeher wurde von Bet-at-Home ein Schwerpunkt auf den Kundenservice und eine nutzerfreundliche Gestaltung der Wettseite gelegt.

 

Das Wettangebot

Es dürfte kaum überraschen, dass sich die angesprochenen 15.000 täglichen Wetten in übergroßer Zahl auf den Fußball stürzen: Wie bei sämtlichen anderen ernstzunehmenden Wettanbietern werden auch von Bet-at-Home vor allem die Fans der großen europäischen Ligen mit unzähligen Angeboten bedacht. Erfreulicherweise kommt dabei jedoch der „Long Tail“ keineswegs zu kurz: Während sich etwa bezüglich des deutschen Geschehens selbst die fünftklassigen Oberligen regelmäßig im Wettangebot befinden, haben im Programm zudem die vermeintlich weniger beachteten Spielklassen in und außerhalb Europas einen festen Platz.

Um mit der enormen Fülle von Konkurrenten wie Bwin und Bet365 mithalten zu können, kann selbstverständlich auch in anderen Nationen auf etliche niederklassige Ligen gewettet werden – darüber hinaus ist Bet-at-Home ebenso bezüglich der Spezialwetten stets darum bemüht, sich an den Schwergewichten der Online-Wettszene zu orientieren. Dies hat dann zur Folge, dass etwa zu allen Partien der Bundesliga, Premier League, Primera Division etc. eine hohe zweistellige Zahl an Wettmärkten geboten werden: Dabei versucht sich der Wettanbieter, neben den unvermeidlichen Klassikern, nicht zuletzt mittels einer Vielzahl an Torwetten in einer attraktiven Nische zu positionieren.

Geht es dagegen um andere Sportarten, ist Bet-at-Home meilenweit von einem Nischendasein entfernt: Mit den permanent bis zu 25 im Programm befindlichen Disziplinen wird schließlich (fast) die ganze weite Welt des Sports abgedeckt. Namentlich tut sich Bet-at-Home zudem bei Großereignissen wie den Olympischen Spielen mit vielfältigen Angeboten hervor – in Spitzenzeiten kann es dann sogar einmal vorkommen, dass gleichzeitig bis zu 70 verschiedene Sportarten um die Gunst der Tipper buhlen. Eine besondere Erwähnung sind – neben der erstaunlich großen Zahl an Randsportarten – obendrein auch die interessanten Gesellschaftswetten wert: Regelmäßig werden hier politische und kulturelle Ereignisse sowie populäre Fernsehsendungen mit originellen Wettvorschlägen begleitet.

 

Die Livewetten

Für einen reinen Online-Wettanbieter durchaus erstaunlich, haben die Livewetten bei Bet-at-Home lange Zeit ein tristes Mauerblümchendasein gefristet: Mit einiger Verspätung wurden dann aber auch hier die immer wichtiger werdenden Wetten auf Echtzeit-Events auf den neuesten Entwicklungsstand gebracht. Insbesondere hinsichtlich der Vielfalt wurde das Repertoire in der jüngeren Vergangenheit gewaltig aufgestockt: Inzwischen können sich die Kunden somit sicher sein, dass sich neben den großen Kassenknüllern auch eher zweitrangige Fußballspiele regelmäßig im Wettkalender des Buchmachers finden lassen.

Auch das Angebot an den jeweils zur Verfügung gestellten Spezialwetten präsentiert sich nunmehr gehörig „aufgepimpt“: Wenngleich an der Vormachtstellung der absoluten Livewetten-Spezialisten nach wie vor kaum gerüttelt werden kann, ordnet sich Bet-at-Home mit seiner gebotenen Tiefe mittlerweile doch zumindest im vorderen Mittefeld der etablierten Wettanbieter ein. Positiv ist dabei zu erwähnen, dass sich die offerierten Spezialwetten häufig um Originalität bemühen – wer glaubt, in diesem Bereich schon alles gesehen zu haben, darf sich hier also möglicherweise eines Besseren belehren lassen.

Jenseits des Fußballs warten die Livewetten vornehmlich mit anderen Ballsportarten auf; insbesondere wenn es um Tennis, Basketball, Handball und (Beach-)Volleyball geht, ist es für Bet-at-Home eine Ehrensache, mit ein paar spannenden Echtzeit-Wetten vertreten zu sein. Bei diesen Sportarten vermögen es zudem die regelmäßig offerierten Livestreams, die Attraktivität des Angebots extrem zu erhöhen: Obendrein sorgt die angenehm unaufdringliche Gestaltung dafür, dass sich die Kunden ohne störende Nebengeräusche ganz auf die Tippabgabe konzentrieren können.

 

Die Wettquoten

Der durchschnittliche Quotenschlüssel von etwa 92% vermag es leider nicht, die professionellen Tipper vom Hocker zu hauen: Vornehmlich manch deutschem und englischem Mitbewerber bereitet es hier keinerlei Mühe, die Quoten von Bet-at-Home mit attraktiveren Angeboten locker in die Tasche zu stecken. Im Vergleich ist das Quotenniveau eben nur Mittelmaß – was aber insbesondere Gelegenheitstipper sicherlich kaum vor ernsthafte Probleme stellt.

Dies gilt umso mehr, da sich natürlich auch bei Bet-at-Home gelegentlich Bestquoten erhaschen lassen: Bei großen Sportereignissen wird der Auszahlungsschlüssel zudem noch einmal ein gutes Stück nach oben geschraubt. Der niedrige Durchschnittswert ist somit insbesondere auf die mageren Ausschüttungen bei unterklassigen Spielen zurückzuführen: So müssen sich etwa Tipper der deutschen Regionalligen damit zufriedengeben, dass lediglich knapp 88% aller Einsätze in die Gewinnausschüttung fließen.

Auch bei den Livewetten kann im Übrigen von einem üblichen Quotenschnitt von ungefähr 92% ausgegangen werden: Da sich hier manch Konkurrent ein wenig knauseriger zeigt, ist Bet-at-Home zumindest in dieser wichtigen Sparte ein paar Ränge weiter vorn platziert.

 

Die Firmengeschichte

Die Gründung von Bet-at-Home erfolgt im Jahre 1999 zu einem Zeitpunkt, als sich die Online-Wettszene gerade in einer Goldrausch-Stimmung befand: Das Duo Jochen Dickinger und Franz Ömer konnte somit genau zur rechten Zeit vom erhofften Rückenwind profitieren. Nach der geglückten Positionierung auf dem Markt wurde von den Gründern auch weiterhin konsequent auf Wachstum gesetzt: Mit dem Börsengang im Jahre 2004 (in Frankfurt/Main) hat sich das Unternehmen dann frisches Kapital für die geplante Expansion verschafft. Folgerichtig wurden kurz darauf das Online-Casino und die Poker-Plattform an den Start geschickt – seit dem Jahr 2009 rundet nun zu guter Letzt der Games-Bereich das Angebot von Bet-at-Home ab.

Mittlerweile kann das Unternehmen auf Niederlassungen in Malta, Österreich, Deutschland und Gibraltar verweisen; neben der üblichen maltesischen Wettlizenz wurde Bet-at-home zudem im Jahr 2012 mit einer Lizenz des Bundeslandes Schleswig-Holstein bedacht. Für die stetig zunehmende Kundenanzahl dürfte aber weiterhin vor allem das Web-Angebot maßgeblich sein: Hier sollte nicht zuletzt der Relaunch des Web-Angebotes im Sommer 2013 als wichtige Weichenstellung dafür sorgen,, dass Bet-at-Home auch künftig eine gewichtige Rolle als Anbieter von Onlinewetten spielt.

Zumindest in der jüngeren Vergangenheit scheint dies Bet-at-Home ganz hervorragend gelungen zu sein: So konnte allein die Zahl der Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit fast verdoppelt werden. Auch die Anzahl an Bestandskunden wurde mittlerweile auf über 3 Millionen erhöht – alles deutet somit darauf hin, dass Jochen Dickinger bei seinem Rückzug im Jahr 2012 ein bestens bestelltes Feld hinterließ.

 

zum Wettanbieter Bet-at-Home