Ladbrokes

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Herkunftsland: England

Gründungsjahr: 1886/1902

Online seit: 2000

Mitarbeiter: 15.600

Lizenz: Gibraltar

Deutsche Lizenz: ja (Schleswig-Holstein)

Wettkunden: 878.000 online, 67.000 Telefon und in über 2.700 Shops

 

zum Wettanbieter Ladbrokes

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Kurzprofil

Ladbrokes zählt gemeinsam mit William Hill und BetVictor zu den drei online Wettanbietern mit der reichsten Wetttradition. Diese Wetttradition ist eine englische, wenngleich sich im Zuge der Internationalisierung, welche der Schritt ins Netz mit sich gebracht hat, auch das Wettprogramm entsprechend ausgerichtet wurde. Dennoch lässt sich das Erbe nicht leugnen: die in England so beliebten Gesellschaftswetten, Pferde- und Hundewetten sind quasi eine Spezialität des Bookies. Auch in den Ländern des Commonwealth beliebte Sportarten wie Cricket, Rugby oder Football sind bei Ladbrokes wesentlich breiter vertreten und mit Wettangebot abgedeckt, als bei der Konkurrenz mit Wurzeln in anderen Ländern.

So offenbart, wem der Name noch nicht Aussagekraft genug hat, gleich der erste Blick in das Sportsmenü des Wettanbieters, dass es sich bei Ladbrokes um einen traditionellen englischen Wettanbieter handelt. Das Wettprogramm ist also ein historisch gewachsenes, und wahrscheinlich auch deshalb breiter, als bei so vielen anderen Bookies. Umgekehrt ist aber der typische deutsche Sportfan, dessen Herz vor allem für den Fußball schlägt, vielleicht wo anders besser aufgehoben. Denn weiter, als über die Profiligen hinaus reicht das Wettangebot zum deutschen Fußball nicht.

 

Das Wettangebot

Wer die Vielfalt schätzt und sich gerne das eine oder andere Mal vom Wettprogramm inspirieren lässt, für den ist Ladbrokes mit Sicherheit eine der ersten Adressen. Die Breitensportarten sind mit respektablem Wettangebot bestückt, aber die Schätze liegen im Abseits: Darts, Schach, Cricket, Floorball, American Football, Aussie Rules, Golf, Rugby Union – die Liste ist fast unendlich fortführbar. Sportfans mit breitem Interesse kommen also bei Ladbrokes voll auf ihre Kosten.

Auch wer skurrile bzw. humorige Angebote schätzt, wie sie vor allem im Bereich der Gesellschaftswette anzutreffen sind, dem sei ein Blick zu Ladbrokes ans Herz gelegt. Zu Politik, TV, Musik und vielem mehr ist immer ein Wettangebot mit Aktualitätsbezug präsent.

Dies bedeutet aber nicht, dass der Lieblingssport der Deutschen, Fußball, komplett vernachlässigt wird. Alle wichtigen internationalen und nationalen Ligen sind mit ordentlichem Angebot vertreten. Lediglich in den Tiefen muss mit einigen Abstichen gerechnet werden, wobei die englischen Ligen eine Ausnahme bilden. Dass der Heimatmarkt gegenüber den anderen ein bisschen bevorzugt wird, verwundert selbstverständlich nicht.

 

Die Livewetten

Die Website von Ladbrokes präsentiert sich in Aufbau und Struktur etwas abseits von üblichen Schemata. Da verwundert es auch nicht, dass das Livewetten-Angebot in das klassische Sportsbook integriert ist. Dies sollte aber nicht über die Vielfalt, die tatsächlich vorherrscht, hinweg täuschen: der Mix aus Sportarten und Veranstaltungen ist durchaus beachtlich und auch in der Tiefe, dem Wettangebot zu einer spezifischen Veranstaltung, kann Ladbrokes überzeugen. Zahlreiche Spezialwetten sind der klassischen Siegwette bzw. 1-x-2-Wette (beim Fußball) zur Seite gestellt.

 

Die Wettquoten

Bei einem Streifzug durch das Wettprogramm gilt es natürlich auch die Wettquoten zu beachten. Immerhin entscheiden diese, gemeinsam mit dem Wetteinsatz, über die Höhe des potentiellen Gewinns. Daher sollten sie auch mitentscheidend für die Anbieterwahl sein. Schließlich gilt es, die potentielle Gewinnsumme zu optimieren.

Hinsichtlich der Wettquoten schwimmt Ladbrokes in der Masse mit. Denn mit einem durchschnittlichen Auszahlungsschlüssel von 92% reiht sich der Bookie auf einem Platz im Branchenmittel ein. Ausreißer nach oben, also eine Bestquote im Vergleich der Konkurrenz, finden sich bei Ladbrokes allerdings so gut wie nie.

 

Die Firmengeschichte

Die Geschichte von Ladbrokes reicht bis in das Jahr 1886 zurück. Damals gehen Pennington und Schwind im englischen Dorf Ladbroke eine ungewöhnliche Partnerschaft ein: während der eine Pferde trainiert, schließt der andere Wetten auf diese ab. Aber erst im Jahr 1902 erfolgt das wirtschaftliche Umdenken, welches den Grundstein für das Unternehmen Ladbrokes legt: Arthur Bendir stößt hinzu und schlägt die Geschäftsidee vom „Wetten-abgeben“ umzukehren hin zum „Wetten-annehmen“.

Unter dem Namen „Ladbrokes“ wird ein Wettbüro in London eingerichtet, später wird auch mobil an der Rennbahn angeboten. Dabei zielen die Unternehmer auf ein Eliteklientel ab. Erst mit Übernahme des Unternehmens durch Cyril Stein und Max Parker 1956 erfährt Ladbrokes eine neue und moderne Ausrichtung: Wettangebot und Zielgruppe werden breiter und ab diesem Zeitpunkt geht es steil bergauf.

Im Jahr 1967 geht Ladbrokes an die Börse, ab den 70er Jahren werden Hotelketten (u.a. Hilton, welche 2006 wieder veräußert wurde) und Casinos erworben, 1997 wird der Buchmacher Coral übernommen. Zur Jahrtausendwende geht der Bookie schließlich online. Das Internet ist aber nach wie vor der unbedeutendste Vertriebskanal für Ladbrokes. Das historisch gewachsene, starke Standbein im stationären Wettmarkt ist nach wie vor der stärkste Umsatzgenerator (70% des Gesamtumsatzes stammen allein aus den Wettshops in Großbritannien).

 

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